Arendal Sound 1723 Subwoofer 1 Test, Stereo+

Oktober 15, 2016

Arendal Sound 1723 Subwoofer 1 Test, Stereo+ Arendal Sound 1723 Subwoofer 1 Test, Stereo+

Ungewöhnlich vielseitig und verspielt

Verfasser: Håvard Holmedal, Stereo+. (Die Originalfassung kann hier herunterladen werden).

Es gibt viele Subwoofer auf dem Markt und ein Subwoofer kann sich nur durch große Schritte von der Konkurrenz abheben. Wir verlangen einen tollen Klang, passende Features, eine solide Bauweise und den besten Preis auf dem Markt. Ist Arendal Sound Subwoofer 1 dieser Herausforderung gewachsen?

Es steht ausser Frage ob man einen Subwoofer für Heimkino braucht - ja, Sie brauchen einen! Aber viele Stereolautsprecher können auch von einem Subwoofer profitieren. Und zwar nicht nur Kompaktboxen, sondern auch Standlautsprecher, die es leider nicht bis zur tiefsten Bassnote schaffen.

Ich selbst setze fast immer einen Subwoofer für die letzte Oktaven im Bass ein. Es geht nicht um die Lautstärke, sondern und die Tiefbasserweiterung. Dadurch klingt der Bass kontrollierter, machtvoller, und die Bühne wird breiter.

Arendal Subwoofer 1

Der Subwoofer ist ziemlich kompakt gebaut, aber es fühlt sich noch solider an, wenn man auf dem Gehäuse klopft. Man denkt, es handelt sich um massives Holz! Der Einsatz von HDF (High Density Fiberboard) ist die Erklärung dafur. Diese Platten sind dichter und resonantarmer als MDF - das Material, das andere Hersteller verwenden.

Der 13.8" Treiber wird von einer 500W  DSP-Endstufe aus Texas Instruments angesteuert. Der DSP erlaubt zwei EQ-Einstellungen. Oberhalb 50Hz gibt es keinen Unterschied, aber unterhalb 50Hz klingen beide anders und man kann damit den Subwoofer zum Raum und zur Anlage anpassen. EQ2 liefert den natürlichen Frequenzverlauf eines geschlossenen Gehäuses. EQ1 hebt 5-6dB bei 30Hz und 8-9dB bei 20Hz an, so dass der -3dB Punkt bei beeindruckenden 20Hz landet. EQ1 benötigt mehr Leistung aus der Endstufe, aber offensichtlich gibt es viele Reserven.

Subwoofer 1 kann laut spielen, aber für noch mehr Pegel wäre es sogar sinnvoll zwei Subwoofer 1 anstatt einen einzelnen, größeren Subwoofer zu nehmen. Zwei Subwoofer sind fast immer meine Wahl für meine Anlage.

Auf der Rückseite des Subwoofer 1 befinden sich wie üblich die Regler für Phase Lautstärke und Trennfrequenz.

Es gibt auch Cincheingänge und LFE-Eingänge. Aber noch beeindruckender sind die XLR-Eingänge und die "Pass-Through" zum Durchschleifen des Signals. Das vereinfacht den Anschluss von zwei Subwoofer an den XLR-Ausgängen eines Vorverstärker, und dann vom Subwoofer in die Endstufe für die Lautsprecher.

 

Das klingt kontrolliert un straff

Pegel Erzeugen ist eine Sache. Viele Subwoofer können das, aber eine vernünftige Lautstärke ohne laute Geräusche, Geklapper und Strömungsgeräusche ist eine Herausforderung. Der Subwoofer 1 vermeidet schon mal die Strömungsgeräusche dank geschlossener Bauweise. Er ist geräuschar, straff, kontrolliert und geht extrem tief bis fast in den Basskeller. Mit dem EQ2 habe ich in meinem Raum genug Tiefbass, da ich genug Druckkammereffekt unter 50Hz habe. EQ1 macht mehr Spaß, aber ich muss die Lautstärke runterdrehen für einen angemessenen Tiefbass und die Integration mit meinen Abhörmonitoren war besonders schwierig.

Wie klingt dann ein guter Subwoofer? Die Frage ist eher, wie klingt er nicht. Es gibt so gut wie keine Geräusche und extrem wenig Distortion. Der Treiber arbeitet kontrolliert und stoppt akurat. Der Phasenverlauf erlaubt eine einfacher Integration mit den restlichen Lautsprecher. Viele reden von schnennen Subwoofern, aber es geht nicht nur um die Schnelligkeit des Subwoofers, sondern um einen Phasenverlauf der mit den Lautsprechern gut harmoniert.

Das Einzige, was dieser Subwoofer nicht kann, ist eine wahnsinnig laute Wiedergabe, bei der die tiefste Frequenzen noch so kontrolliert bleiben.

Für die Bassunterstützung ein paar mittelgroßer Lautsprecher nin einem mittelgroßen Raum ist der Subwoofer 1 definitiv ein Schnäppchen. Er kann besonders kräftig und straff schlagen wenn er muss, aber er kann auch ein lang gezogenes Brummen im tiefsten Bassbereich liefern.

Ich habe ihn sowohl bei Film als auch für Musik eingesetzt. Ich kann nicht sagen, er kann das eine oder das andere besser. Er macht einfach was er soll. Genau was er soll, nicht mehr und nicht weniger. Er kann Klassik genau so gut wie Rock und Pop, zusammen mit meinen Abhörmonitoren; aber auch Kino und Filme in Verbindung mit Arendals eigener Monitor Serie (die wie in der nächsten Stereo+ Ausgabe testen werden).

 

Fazit

Was Arendal mit dem Subwoofer 1 vollbracht hat, beeindruckt mich sehr. Er ist flexibel, vielseitig und einfach zu integrieren. Er kennt keine Konkurrenz in seiner Preisklasse, inklusive unserem ähnlich teueren Referenzsubwoofer. Er macht alles was er soll mit Präzision und Mächtigkeit, während er lauter spielen kann, als man im nicht-dedizierten, unbehandelten Raum üblicherweise braucht.



1723 Series Vergleich Subwoofers
Ausführung
Tieftöner 13.8" 13.8" 2 x 13.8" 2 x 13.8"
Gehäusematerial High Density Fiberboard (HDF)
High Density Fiberboard (HDF)
High Density Fiberboard (HDF) High Density Fiberboard (HDF)
Verstärker Avalanche 500DSP - 500W RMS
Avalanche 500DSP - 500W RMS
Avalanche 1000DSP - 1000W RMS
Avalanche 1000DSP - 1000W RMS
Gehäuse Geschlossen
Geschlossen / Bass-Reflex
Geschlossen Geschlossen / Bass-Reflex
Größe
49.2H x 33.5B x 45T cm
63.7H x 45B x 55T cm 54.2H x 42B x 50T cm 71.2H x 50B x 60.9T cm
Gewicht 24.5 kg 48.1 kg 41.4 kg 60.1 kg